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Verdacht auf LRS oder Rechenschwäche – was ist zu tun?

Manchmal ist das Lesen-, Schreiben- oder Rechnenlernen schwierig. Es gelingt nicht immer so problemlos, wie man sich das wünschen würde. Häufig sind es Lehrkräfte, die Eltern darauf hinweisen, meist hat man aber auch als Elternteil selbst schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Doch was ist bei Verdacht auf Legasthenie oder Dyskalkulie zu tun? Wo finde ich Unterstützung?

Diese Auflistung soll dir eine erste Orientierung geben und dich unterstützen, die nächsten Schritte zu gehen.

Informiere dich

  1. Was versteht man überhaupt unter den Begriffen LRS / Legasthenie oder Rechenschwäche / Dyskalkulie?
  2. Woran kann man diese Lernstörungen erkennen? Finden sich einige der genannten Symptome bei deinem Kind?
  3. Welche Arten der Diagnostik gibt es? Was ist der Unterschied zwischen einer pädagogischen Diagnostik und der Diagnostik beim Kinder- und Jugendpsychologen? Gibt es vielleicht in deinem Bundesland Schulpsychologen, die die Testungen durchführen? Warum ist eine Testung überhaupt wichtig?
  4. Lass dich individuell beraten! Viele Lerntherapeuten bieten Beratungen per Videokonferenz an. Falls du Interesse an einer individuellen Beratung hast, melde ich gerne bei mir, damit wir einen Beratungstermin vereinbaren können.
  1. Informiere dich über die Möglichkeiten der Förderung bei dir vor Ort oder der Lerntherapie live-online. Was passt für dich und dein Kind? Was ist überhaupt Lerntherapie? Wie sieht die Förderung in der Schule aus? Wie viel Förderung ist überhaupt sinnvoll? Wie sollte eine Förderung aufgebaut sein?
  2. Informiere dich bei der Suche nach einem Lerntherapeuten über die Qualität der dargestellten Angebote. Häufig findest du Informationen dazu auf der jeweiligen Webseite. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sollten nachgewiesen werden können. Auch die Mitgliedschaft in verschiedenen Verbänden kann als Qualitätssiegel betrachtet werden. Entscheidend ist jedoch auch dein persönlicher Eindruck.
    Eine Übersicht über gut qualifizierte Lerntherapeuten findest du auf der Seite des Lerntherapeutennetzwerks.
  3. Entscheide, was für dich und dein Kind wichtig ist. Worauf möchtest du Wert legen?

Starte die Diagnostik

  1. Kontaktiere verschiedene Lerntherapeuten oder Kinder- und Jugendpsychologen – je nachdem, für welche Diagnostik du dich entschieden hast. Da vermutlich alle eine Warteliste haben werden, lass dich bei mehreren auf die Liste setzen.
  2. Überlege, wie du die Wartezeit sinnvoll überbrücken kannst. Manche Lerntherapeuten bieten recht kurzfristig eine pädagogische Diagnostik an. Im Anschluss können sich dich dann individuell beraten wo dein Kind steht und welche Übungen du vielleicht zuhause durchführen könntest. Das ist nicht ideal, zur Überbrückung der Wartezeit allerdings eine Möglichkeit.
  3. Lass dir die Ergebnisse der Diagnostik genau erklären und lass dich beraten, wie es weitergehen könnte.

Die individuelle Lerntherapie beginnt

  1. Vereinbare auf jeden Fall ein Kennenlerntreffen oder achte darauf, dass der Vertrag kurzfristig kündbar ist. Nicht immer kann man im Vorhinein alles abklären. Vielleicht stellt man in den ersten Stunden fest, dass es doch nicht passt. Dann sollte die Lerntherapie auch kurzfristig beendet werden können.
  2. Lass dich über den Förderplan informieren: Welche Schritte sind in der Lerntherapie geplant, wie kannst du zuhause unterstützen?
  3. Lass dir regelmäßig Rückmeldung über den Lernfortschritt geben. Einmal pro Quartal solltest du hier einen kurzen Einblick erhalten.
  4. Lerntherapie funktioniert nur, wenn alle zusammenarbeiten. Beziehe die Schule mit ein und informiere sie über die Förderung. Auch viele Lerntherapeuten suchen gerne das Gespräch mit der Schule, wenn du dafür deine Einverständniserklärung gibst.
  5. Lerntherapie dauert in der Regel länger. Wie lange, das ist individuell unterschiedlich. Habe Geduld und die kleinen Fortschritte im Blick! Das ist auch wichtig für dein Kind. Freut euch gemeinsam über die Fortschritte und vermittle, dass sich Dranbleiben lohnt!

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1 Kommentar

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