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Üben mit dem Zettelkasten

Beim Üben orientiere ich mich im Lerntraining an den individuellen Fehlerschwerpunkten des Lernenden. Im Bereich Schreiben legen wir dazu gemeinsam einen Übungswortschatz an. In diesen kommen Wörter, die wiederholt falsch geschrieben wurden und geübt werden sollen.

Einen Zettelkasten anlegen

Dazu schreiben wir die Lernwörter auf Karteikarten,  markieren die schwierigen Stellen und notieren eventuelle Merkhilfen. Damit selbstständig mit den Karten geübt werden kann, malen wir auf der Rückseite Bilder, die uns an das Wort erinnern oder notieren Assoziationen, mit deren Hilfe uns das gesuchte Wort einfällt. Natürlich können Karten mit jedem zu übenden Inhalt gestaltet werden,  z.B. mit 1×1-Aufgaben. Sind die Karten erstellt,  werden sie in einen Karteikasten eingeordnet. In Fach 1 kommen alle neuen Karten oder solche, bei denen beim Üben Fehler aufgetreten sind.

Rückseite der Lernwortkarten

Mit dem Zettelkasten üben

Beim Üben werden dann eine gewissen Zahl Karten aus einem Fach genommen und bearbeitet. Beim Übungswortschatz sieht das so aus: Anhand der Bilder oder Assoziationen wird das gesuchte Wort gefunden und aufgeschrieben. Danach wird mit der Rückseite kontrolliert. Ist das Wort richtig geschrieben, wandert die Karte in das nächste Fach. Ist es falsch, bleibt es in Fach 1. Die unterschiedlichen Fächer werden in unterschiedlichen zeitlichen Abständen bearbeitet. So wandern die zu übenden Inhalte Schritt für Schritt in das Langzeitgedächtnis. 

Sind die Lernwörter im letzten Fach angelangt, werden sie ein letztes Mal geübt. Sind sie dann sicher, dürfen die Karten aussortiert werden. Manche Schüler heben die Wörter in einer Schatzkiste auf, andere lieben es, die Karten im Mini-Schredder zu entsorgen.

…und weg sind sie – alles gekonnte Lernwörter

Eine Spielidee: Das Würfelkästchen

Damit das Üben anwechslungsreicher wird, kann man mit den Karten auch Spiele spielen. Hier bietet sich das “Würfelkästchen” an: Die zu übenden Karten werden in 6 Stapel aufgeteilt und jedem Stapel ein Würfelbild zugeordnet. Dies kann man auch ohne das Würfelkästchen machen, indem man die Stapel einfach auf dem Tisch oder im Raum verteilt. Dann wird gewürfelt und je nach Augenzahl die erste Karte des Stapels bearbeitet. Ist die Lösung richtig, darf man die Karte behalten, ist sie falsch, wandert die Karte wieder unter den Stapel. Ist bei einer Würfelzahl keine Karte mehr vorhanden, muss der Spieler aussetzen oder eine Bewegungsaufgabe ausführen, je nachdem was vorher festgelegt wurde.

Das Spielende ist variabel. Vorab könnte die Spieldauer festgelegt werden (z.B. Spielzeit 5 Minuten) oder vereinbart werden, dass gespielt wird, bis alle Karten verspielt sind. Wer am Ende die meisten Karten sammeln konnte, hat gewonnen.

Das Spiel kann auch alleine gespielt werden. Hier wird eine Zeit festgelegt und am Ende gezählt, wie viele Wörter in der Zeit richtig geschrieben werden konnten. Beim nächsten Mal wird dieses Ergebnis als Maß genommen und geschaut, ob das Ergebnis übertroffen werden kann – man spielt also gegen sich selbst.

Eine weitere Möglichkeit ist es, die Übungskarten in ein Brettspiel zu integrieren. Ein Beispiel dazu findest du hier.

Würfelkästchen mit 1×1 Lernkarten

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