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60+ kleine Pausen für konzentriertes Lernen

Sabine Landua in ihrer Lerntherapie-Praxis hält ein Schild: Mini-Lernpausen für konzentriertes Lernen

Zuletzt bearbeitet am 6. Juni 2026

Eine Mini-Pause beim Lernen ist eine kurze, bewusst gesetzte Unterbrechung von ein bis fünf Minuten, die die Konzentration wieder herstellt. Sie wirkt am besten, wenn sie Bewegung, Entspannung oder einen Sinnesreiz einbaut und durch einen Timer begrenzt wird.

Pausen haben oft ein schlechtes Image, dabei sind sie kein Zeitverlust, sondern der Schlüssel für ein gutes Leben, wie in „Psychologie heute 06/2025″ zu lesen war. Die Fähigkeit Pausen zu machen und die kleinen Freuden des Alltags zu genießen, ist laut neusten Studien wohl wichtiger als die viel zitierte „Selbstkontrolle“ (du kennst sicher das Marshmallow-Experiment). Pausen sind auch ein wichtiger Teil der Lernroutine. Wer konzentriert lernen will, braucht regelmäßige Erholung, um die Konzentrationsfähigkeit wieder herzustellen. Ohne Pausen geht die Aufmerksamkeit schnell verloren, das Lernen wird mühsam und es zieht sich wie Kaugummi, bis eine Aufgabe erledigt ist.

Gerade in der Lerntherapie merke ich täglich, wie wichtig es ist, kleine Pausen einzubauen, wenn die Aufmerksamkeit oder die Motivation nachlassen. Damit die Lernzeit wirksam bleibt, braucht es Momente des Luftholens und der kleinen Freude zwischendurch. Viele Schüler wissen aber gar nicht, wie sie ihre Pausen wirklich kurz halten und trotzdem effektiv gestalten können. Daher ist diese Sammlung aus 60+ Tipps für Mini-Pausen entstanden, die alle nur eine bis fünf Minuten dauern und trotzdem die Lernfähigkeit wieder herstellen können. Einige sind die Tipps meiner Schüler, einige sind eher für das Lernen zuhause oder in der Lerntherapie gedacht, andere sind auch gut in der Schule umsetzbar. Schau dir die Liste einfach durch und probiere den ein oder anderen Tipp gerne aus. Manchmal ist es sinnvoll, sich einen Timer zu stellen, damit es wirklich bei einer „Mini“-Pause bleibt.

Übrigens: Anette Schade hat in ihrer Blogparade dazu aufgerufen100+ Ideen für Mikropausen im Alltag zu sammeln – diese Sammlung ist mein Beitrag dazu.

Bewegungspausen

Bewegungspausen bauen körperliche Anspannung ab und eignen sich, wenn ein Kind unruhig wird oder lange gesessen hat.

  1. Geh ans Fenster und schnappe frische Luft. (Tipp von Charlotte)
  2. Geh in den Garten und atme einmal tief ein.
  3. Springe 10-mal auf dem Trampolin.
  4. Mache 5 Hampelmänner.
  5. Balanciere auf einem Seil oder einer Linie auf dem Boden.
  6. Sei das Spiegelbild deines Lernpartners und folge seinen Bewegungen.
  7. Geh zum Mülleimer oder zum Händewaschen.
  8. Wirf einen kleinen Ball 10-mal in die Luft. Schaffst du es, ohne ihn fallen zu lassen?
  9. Kicke deinen Ball 10-mal gegen die Wand.
  10. Steh auf und schüttle dich einmal durch.
  11. Mach eine Power-Pose: Wie siehst du aus, wenn du deine Aufgaben erledigt hast? Wie ist deine Haltung, was machen deine Armen, Beine und dein Gesicht?
  12. Finger-Gymnastik aktiviert: Berühre mit deinem Daumen abwechselnd deine Finger vorwärts und dann rückwärts. Das ist zu einfach: Dann versuche einmal beide Hände gleichzeitig, aber gegengleich (linke Hand startet mit Daumen und Zeigefinger, rechte Hand startet mit Daumen und kleinem Finger).
  13. Spiel eine Runde Body Percussion: Klatsche, patsche und schnipse einen einfachen Rhythmus.
  14. Stille Musik: Tu so, als würdest du deine Lieblingsmusik hören. Welche Bewegung passt dazu?
  15. Balanciere einen Stift auf deinen Finger. Klappt das?
  16. Zeitlupen-Modus: Bewege dich wie in Zeitlupe. Versuche auch einmal so zu sprechen.
  17. Schüttle deine Hände aus und lass dich im Stuhl nach hinten fallen (natürlich ohne umzukippen). (Tipp von Hannah)
  18. Du weißt nicht, wie du dich bewegen willst? Suche dir eine herausfordernde Übung bei „Häuptling Wackelnix“ (Spiel Ravensburger) und lass das Ei schön schlafen.
CTA Fokus an! 7 Tipps für mehr Konzentration

Entspannungspausen

Entspannungspausen beruhigen, wenn ein Kind aufgedreht, gestresst oder überreizt ist – etwa vor einer Klassenarbeit.

  1. Streichle dein Haustier.
  2. Mach die „Regenbogenatmung“: Atme ein und nimm deine Arme über den Kopf. Beim Ausatmen ziehst du deine Arme wie einen Regenbogen auseinander. Stell dir vor, über dir scheint ein toller bunter Regenbogen.
  3. Mach die „Luftballonatmung“: Stell dir vor, dein Bauch ist ein Luftballon. Beim Einatmen bläst er sich auf, beim Ausatmen geht die ganze Luft wieder raus und der Ballon fällt in sich zusammen. Am besten legst du dazu deine Hände auf deinen Bauch.
  4. Nimm dir Zeit für die Handatmung: Lege eine Hand auf den Tisch und fahre mit dem anderen Zeigefinger an der Hand entlang. Geht dein Finger hoch zur Fingerspitze, atme ein, beim Runterfahren atme aus.
  5. Gähnen erlaubt! Gähne dreimal ganz laut und deutlich.
  6. Mach dir entspannende Musik an und chille ein bisschen. (Tipp von Gabriel)
  7. Mach eine kurze Fantasiereise an deinen Lieblingsort.
  8. Nimm dir die Übersichtskarte mit Übungen zur progressiven Muskelentspannung. Such dir eine Mini-Übung aus.
  9. Zoom dich in Gedanken in eine kleine Welt, z. B. sei eine Ameise im Gras. Was sieht sie?
  10. Lache 15 Sekunden aus vollem Hals. Auch wenn du gerade nicht lachen musst, am Ende ist dein Lachen echt.
  11. Mach ein Fehlersuchbild und finde alle Unterschiede. (Tipp von Kaya)
  12. Suche Figuren in einem Wimmelbild. (Tipp von Laurenz)

Sinnesanregende Pausen

Sinnesanregende Pausen holen die Aufmerksamkeit zurück, wenn ein Kind gedanklich abschweift oder müde wirkt.

  1. Iss eine Erdbeere oder ein anderes Stück Obst deiner Wahl (Tipp von Laurenz).
  2. Trink einen Schluck Wasser. (Tipp von Charlotte und Lorenz)
  3. Schau eine Minute aus dem Fenster und beobachte die Wolken.
  4. Schließe die Augen und höre eine Minute genau hin. Welche Geräusche nimmst du wahr?
  5. Mach ein paar Tropfen Konzentrations-Duftöl auf deinen Duftstein. Kannst du den Duft schon riechen?
  6. Geh barfuß über deinen Teppich. Wie fühlt sich das an?
  7. Entspanne deine Augen und schau in die Ferne. Was kannst du sehen, das am weitesten weg ist?
  8. Suche im Raum: Finde 3 eckige, 3 runde und 3 weiche Dinge im Raum.
  9. Farben-Jagd: Schau dich um und zähle alle grünen Dinge, die du siehst. 
  10. Finde 5 Dinge, die rot sind.
  11. Nimm dir einen Igelball für eine Mini-Massage.
  12. Bau einen Radiergummiwürfel auseinander und wieder zusammen und halte ihn dann beim Arbeiten in der Hand. (Tipp von Ellie)

Kreative Pausen

Kreative Pausen lockern den Kopf, wenn das Denken festgefahren ist, und bringen oft gute Laune zurück.

  1. Male beidhändig: Nimm in jede Hand einen Stift und zeichne ein Bild mit beiden Händen gleichzeitig.
  2. Lege die Gegenstände auf deinem Tisch zu einem Muster oder Bild.
  3. Überlege dir einen Witz und erzähle ihn deinem Lernpartner.
  4. Versuche einen Zungenbrecher fehlerfrei aufzusagen.
  5. Suche dir einen Witz aus dem Witzbuch und lies ihn laut vor.
  6. Knetpause: Gestalte eine Figur aus einem Stück Knete (einfarbig) – kann dein Lernpartner erraten, was es ist?
  7. Zeichne etwas Lustiges (z.B. eine fliegende Kartoffel).
  8. Baue etwas aus 10 Legosteinen.

Minispiele

Minispiele sorgen für einen klaren Schnitt und Motivation – ideal als Belohnung nach einem erledigten Lernabschnitt.

  1. Spiele eine Runde „Speed“.
  2. Fordere deinen Lernpartner mit einigen Karten „Speed-Cups“ heraus.
  3. Du magst es ruhiger? Dann ist „Zitternix“ ein passendes Pausenspiel für dich.
  4. Bei „Geistesblitz“ musst du wirklich aufmerksam sein.
  5. Bau ein Gebilde mit „Make ‘n break“.
  6. Spiel ein Level eines SmartGame deiner Wahl, z.B. „Schwing die Hufe“ oder „Tilt“.
  7. Hast du Lust auf eine Runde „Kuddel Muddel“?
  8. „Klack“ geht schnell, macht Spaß und dazu noch tolle Geräusche.
  9. „Dobble 360°“ bietet schnelle Abwechslung, wenn du auf Geschwindigkeit II stellst.
  10. Spiele eine Runde „Tic Tac Toe“. Das geht auch super mit Rechenaufgaben!
  11. Wirf deine drei Bälle auf die Zielscheibe. Wie viele Punkte schaffst du?
  12. Spiele eine Runde Gruselino. Wenn du keinen Partner hast, spiel gegen die Uhr. Stell dir einen Timer auf 3 Minuten. Wie viele Karten schaffst du in dieser Zeit?
Das Bild zeigt eine Auswahl an Spielen zur Konzentration. Zu sehen sind die Schachteln von: Speed Cups, Zitternix, Kuddelmuddel, Geistesblitz, Klack, Häuptling Wackelnix und Make 'n Break.
Einige Pausenspiele aus meiner Praxis.

Du hast weitere Pausen-Ideen? Teile sie gerne in den Kommentaren!

Das Thema interessiert dich? Mehr Hintergrund dazu, warum Pausen das Lernen verbessern, findest du hier:

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Veröffentlicht unter Konzentration

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3 Kommentare

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