Zuletzt bearbeitet am 24. Oktober 2026
„Freitags arbeiten Sie ja nicht…“, sagte vor kurzem jemand zu mir. Doch: An meinem „freien“ Freitag führe ich Gespräche mit Eltern und Lehrkräften, lese Fachliteratur, kümmere mich um neue gesetzliche Regelungen, sichte Materialien und bereite Stunden für meine Schüler vor, mache Supervision und mehrmals im Jahr bin ich auch auf einer Fortbildung, die dann in der Regel das ganze Wochenende dauert. Lerntherapie ist so viel mehr als nur die Stunde mit dem Kind, nur ist das nach außen oft wenig sichtbar. Genau diese Arbeit gehört zur Lerntherapie dazu und ist in meiner Monatspauschale enthalten. Sie enthält die regelmäßige Arbeit mit dem Kind und auch die Arbeit für das Kind. Was hinter diesem zweiten Teil steckt und warum die Pauschale dir und mir Planungssicherheit gibt, zeige ich dir in diesem Artikel. Viel Spaß beim Lesen!
Monatspauschale auf einen Blick
In der Monatspauschale für die Lerntherapie steckt die wöchentliche Stunde mit deinem Kind (45 bzw. 60 Minuten außerhalb der festgelegten Ferienzeiten, live-online oder vor Ort) und die ganze Arbeit drumherum:
✔️ Diagnostik, Förderplan und begleitende Verlaufsdiagnostik
✔️ Vor- und Nachbereitung jeder Stunde, Material für die Stunden und Übungsmaterial für zu Hause
✔️ Gespräche mit dir, mit den Lehrkräften und bei Bedarf mit anderen Fördereinrichtungen
✔️ Fortbildung, Fachliteratur und Supervision
Zu Beginn der Lerntherapie ist dieser Aufwand am größten, danach wird es ruhiger.
Die Pauschale bleibt jeden Monat gleich und gibt dir und mir Planungssicherheit.
Monatspauschale statt Stundenpreis: Warum dein Kind mehr bekommt als 45 Minuten
Von der Lerntherapie siehst du vor allem die Stunde selbst. Bei der Online-Lerntherapie wird das sogar ganz besonders deutlich: Du siehst dein Kind vor dem Bildschirm sitzen, mit mir lesen, rechnen und spielen. Alles, was ich vorher und nachher für dein Kind tue, bleibt aber hinter dem Bildschirm verborgen.
Meine Monatspauschale umfasst daher beides: die Arbeit mit deinem Kind und die Arbeit für dein Kind – und das ist vielmehr, als du von außen sehen kannst. In meiner Pauschale ist natürlich die wöchentliche Therapieeinheit von in der Regel 45 Minuten (außerhalb meiner zu Jahresbeginn festgelegten Ferienzeiten) enthalten. Das ist die Arbeit, die sichtbar ist, die Zeit, die ich mit deinem Kind verbringe. Darüber hinaus fließt auch die Arbeit für dein Kind ein:
- die Materialien, die ich für dein Kind individuell zusammen- oder neu erstelle,
- die Gespräche, die ich mit den Lehrkräften und dir als Elternteil führe, sowie
- die begleitende Verlaufsdiagnostik, mithilfe derer ich immer wieder überprüfe, ob wir auf dem richtigen Weg sind oder die Ziele der Lerntherapie angepasst werden müssen.
Worin sich Lerntherapie von anderen Förderangeboten unterscheidet, kannst du in meiner Checkliste nachlesen.
Diagnostik und Förderplan: Wie ich herausfinde, wo dein Kind stolpert
Jede Lerntherapie beginnt bei mir mit einer ausführlichen pädagogischen Diagnostik. Die Auswertung braucht Zeit, denn ich schaue genau hin: Was kann dein Kind schon sicher und wo fängt es an zu stolpern? Genau dort, an der Null-Fehler-Grenze, setze ich dann in der Lerntherapie mit deinem Kind an. Wir starten da, wo dein Kind sicher ist, damit es Erfolge erleben kann.
Aus der Diagnostik entsteht ein Förderplan mit erreichbaren Zielen. Dazu wähle ich Materialien aus, die zu deinem Kind und seinem Stand passen.
Der Förderplan wird im Laufe der Lerntherapie immer wieder angepasst. In regelmäßigen Abständen führe ich mit deinem Kind eine Verlaufsdiagnostik durch. Das können informelle kleinere Überprüfungen sein, ob das Gelernte auch wirklich verstanden wurde, oder auch die Wiederholung eines standardisierten Tests. Die Ergebnisse werte ich aus und passe die Förderplanung entsprechend an. So ist gewährleistet, dass dein Kind in der Lerntherapie nicht unter- oder überfordert wird und Schritt für Schritt vorankommt.
Stundenvor- und Nachbereitung: Wie jede Stunde zu deinem Kind passt
Bevor dein Kind sich einloggt oder in meinen Praxisraum kommt, habe ich die Stunde vorbereitet: Welches Ziel aus dem Förderplan ist dran? Welches Spiel passt dazu? Wo hat es beim letzten Mal gehakt?
Dafür sichte ich regelmäßig neue Materialien und Spiele, die auch in der Online-Stunde richtig Spaß machen. Meine Schüler spielen z.B. sehr gerne Bingo, lange Schlange oder das Kasino-Spiel. Alle Spiele können wir gemeinsam am Tisch spielen, aber auch online funktioniert das mit ein paar Abwandlungen sehr gut. Meine Lieblingsmaterialien in der Lerntherapie findest du hier.
Nach der Stunde halte ich fest, was gut geklappt hat und wo wir beim nächsten Mal anknüpfen. Damit dein Kind auch zu Hause üben kann, gebe ich passendes Übungsmaterial für zu Hause mit. Manchmal ist das ein Arbeitsblatt, das wiederholt, was wir in der Stunde geübt haben, manchmal ist das auch ein Spiel, in dem das Gelernte angewendet werden kann.
Elterngespräche und Kontakt zur Schule: Wie ich dich und die Lehrkräfte deines Kindes einbinde
Du kennst das sicher: Du merkst, dass dein Kind in der Schule stolpert, aber nach dem Gespräch mit der Lehrkraft weißt du immer noch nicht, wie du es unterstützen kannst.
Gerade zu Beginn der Lerntherapie führe ich deshalb mehrere Elterngespräche. Wir machen ein Kennenlernen, besprechen später die Ergebnisse der Diagnostik und den Förderplan und überlegen, wie du dein Kind im Alltag begleiten kannst.
Wenn du das möchtest, nehme ich auch Kontakt zur Schule auf. Ich spreche mit Lehrkräften und bei Bedarf auch mit anderen Fördereinrichtungen. So ziehen alle an einem Strang und dein Kind steht nicht zwischen den Stühlen. Eines der häufigsten Themen ist dabei der Nachteilsausgleich. Mehr dazu findest du in meinem Leitfaden Speak up.
Fortbildung und Supervision: Wie neues Fachwissen bei deinem Kind ankommt
Ende September 2026 war ich z.B. von freitags bis sonntags zum Lerntherapeutentreffen in Stuttgart. Neben dem offiziellen Austausch über Materialien, neue Literatur und Organisatorisches der Lerntherapie fanden auch zahlreiche Gespräche zwischen den offiziellen Terminen statt. So haben wir z.B. sonntags beim Frühstück, kurz vor der Abfahrt, noch einen neuen Test begutachtet und uns darüber ausgetauscht.
Mitgebracht habe ich neue Spielideen und Fachliteratur, außerdem Impulse zum Nachdenken über die Organisation meiner Lerntherapie. Die Spielideen landen direkt in meinen Stunden und so profitiert dein Kind von einem Wochenende, von dem es gar nichts mitbekommen hat.
Neben den Fortbildungen lese ich regelmäßig Fachliteratur und halte mich über neue gesetzliche Regelungen auf dem Laufenden. In der Supervision reflektiere ich meine Arbeit mit fachlicher Begleitung von außen. So lerne ich täglich dazu und genau diese Erfahrung kommt deinem Kind in jeder Stunde zugute.
Monatspauschale und Planungssicherheit: Warum der Betrag gleich bleibt, auch wenn der Aufwand für dein Kind schwankt
Jetzt denkst du sicher: Alles, was ich bisher beschrieben habe, lässt sich doch auch in einem Stundensatz abbilden. Da hast du absolut recht. Der große Vorteil der Monatspauschale ist die Planungssicherheit für beide Seiten.
Wie viel Zeit ich im Monat für dein Kind aufwende, lässt sich kaum in eine feste Zahl fassen. Messen lassen sich nur die einzelnen Termine und der Aufwand für Lehrergespräche. Dieser Aufwand ist aber nicht jeden Monat gleich: Mal sind es drei Therapiestunden im Monat, mal fünf, z.B. wenn die Lerntherapie auf den Montag fällt und der Monat fünf Montage hat. Kommen dann noch Gespräche mit der Lehrkraft dazu, ergeben sich sehr unterschiedliche Beträge, die am Monatsende fällig wären.
Hinzu kommt, dass sich der Aufwand nicht gleichmäßig über die Dauer der Lerntherapie verteilt. Zu Beginn ist am meisten zu tun: Ich werte die Diagnostik aus, erstelle den Förderplan und wähle passende Materialien aus. Dazu kommen viele Gespräche mit dir, Mails an die Schule und oft auch Gespräche mit den Lehrkräften.
Danach wird es erstmal ruhiger. Die Stundenvorbereitung bleibt und in regelmäßigen Abständen führe ich wieder Gespräche mit den Lehrkräften und dir als Elternteil und passe ich den Förderplan an. Das passiert meist nach einer Verlaufsdiagnostik, die ich auswerte und interpretiere.
Mit der Monatspauschale gleicht sich all das aus: Du zahlst jeden Monat denselben Betrag und weißt immer, was auf dich zukommt. Auch ich kann so verlässlich planen und mir für dein Kind die Zeit nehmen, die es gerade braucht, in den intensiven ersten Monaten genauso wie in den ruhigeren Phasen danach.
Häufige Fragen zur Monatspauschale: Was du vor dem Start wissen möchtest
Die Monatspauschale für die Lerntherapie beträgt bei mir 270 € bzw. 340 €, je nach gewähltem Modell. Die aktuellen Preise für die verschiedenen Angebote findest du auf meiner Seite So kannst du mit mir lernen.
Die Lerntherapie pausiert nicht automatisch in allen Schulferien. Meine Ferienzeiten lege ich individuell zu Beginn des Jahres fest. So weißt du, was auf dich zukommt und kannst planen.
Die Stunde in Präsenz fällt dann aus. Geht es deinem Kind aber schon wieder ganz gut, können wir online miteinander arbeiten. Geht das nicht, entfällt die Stunde. In den Sommerferien gibt es dann die Möglichkeit, Termine nachzuholen.
In der Monatspauschale sind bereits drei unberechnete Ausfallstunden im Jahr eingeplant, falls ich den Termin nicht wahrnehmen kann. Fallen darüber hinaus Stunden bei mir aus, hole ich sie nach oder verrechne sie.
Die Lerntherapie bei mir ist eine Selbstzahlerleistung. Mit dem Jugendamt arbeite ich nicht mehr zusammen und eine Förderung über das Bildungs- und Teilhabepaket biete ich ebenfalls nicht mehr an.
Du möchtest wissen, ob Lerntherapie für dein Kind der richtige Weg ist? Dann schau gerne bei So kannst du mit mir lernen vorbei oder melde dich bei mir. Gemeinsam schauen wir genau hin.
Und wenn du regelmäßig Tipps rund um LRS und Rechenschwäche bekommen möchtest, melde dich gerne zu meinem Newsletter Yeah & News an.

